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Ein sparsamer Stromverbrauch macht sich natürlich direkt in der eigenen „Haushaltskasse“ bemerkbar.
Der Stromverbrauch – und damit auch die Höhe der Stromrechnung – wird bestimmt durch die Anzahl der elektrischen Geräte, deren spezifischen Stromverbrauch sowie die Einschaltdauer, sprich Betriebszeit.
Einsparpotenziale sind demnach nicht nur von den Geräteherstellern, sondern vor allem seitens der Verbraucher durch eine energiebewusste Auswahl der Geräte und deren sparsamen Einsatz zu erschließen.
Stromsparen im Haushalt beginnt bereits beim Kauf der Geräte. Wie beim Kauf eines Kraftfahrzeugs der DIN-Verbrauch (Liter/100 km) als Beurteilungsgröße herangezogen wird, sollte es zur Selbstverständlichkeit werden, dass der spezifische Stromverbrauch eines Gerätes bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielt. Die Streubreite des Stromverbrauches vergleichbarer Geräte von unterschiedlichen Herstellern ist hoch.
Durch den Vergleich der „Energiekennzahl“ unterschiedlicher Geräte kann sich eine Kaufentscheidung auch zugunsten eines in der Anschaffung teureren Produkts als langfristig lohnende Investition herausstellen.
In Zeitschriften veröffentlichte Marktanalysen und Testberichte geben über unterschiedliche spezifische Energieverbräuche Aufschluss. Diese Veröffentlichungen sollten vor dem Kauf von Elektrogeräten ausgewertet und dann beim Kauf berücksichtigt werden.
In Deutschland wurden 2001 im Handel etwa 2.500 Kühl- und Gefriergeräte, 750 Waschmaschinen, 770 Spülmaschinen, 250 Wäsche-trockner und 80 Waschtrockner angeboten. Darunter gibt es einige besonders sparsame Modelle, viele mit mittleren und viele mit auch hohen Strom- und Wasserverbräuchen.
 EURO-Label
Um sich im Dschungel der Herstellerangaben zurechtzufinden und wirksame Preis- und Energievergleiche anstellen zu können, gibt das EU-Energie-Etikett oder EURO-Label eine gute Hilfestellung. Dieses Energielabel ist für verschiedene Produkte wie Elektro-, Haushaltsgroßgeräte und Lampen gesetzlich vorgeschrieben. Aufgrund von EG-Richtlinien und der deutschen Energieverbrauchs-Kennzeichnungsverordnung (EnVKV) ist der Handel verpflichtet, vor allem Elektrogroßgeräte mit dem Energielabel zu kennzeichnen.
Das Kriterium für die Bewertung bei Elektrogeräten stellt der Energieverbrauch gemäß Normzyklus dar, bei Lampen die Betriebsleistung.Mit dem Energielabel wird das Gerät in Effizienzklassen eingeordnet. Der Verbraucher kann sofort feststellen, welchen Verbrauch ein Gerät im Vergleich zu einem anderen hat. Der schwarze Pfeil, der den farbigen Balken A-G gegenübersteht, zeigt die Energieeffizienzklasse an: Die Effizienzklasse A mit den weiteren Unterteilungen A+ und A++ bezeichnet die marktbesten Geräte und sollte beim Kauf bevorzugt werden. Das Energielabel besteht aus zwei Teilen, dem Grundetikett des Herstellers und dem Datenstreifen, der meist der Gebrauchsanweisung beiliegt.
Es ist vorgeschrieben für:
- Kühl- und Gefriergeräte
- Waschmaschinen
- Wäschetrockner
- Geschirrspüler
- Lampen
- Backöfen
Europaweit hat dieses Label Gültigkeit und besteht aus einem einzigen Buchstaben zwischen A und G. Die besonders sparsamen Geräte werden mit dem Buchstaben A gekennzeichnet, die besonders verschwenderischen mit dem Buchstaben G. Von der Idee ist das EURO-Label gut, aber in der Praxis genügt es nicht, nur auf das A zu achten, man muss auch innerhalb der A-Klasse noch genau hinschauen, welche Geräte besonders sparsam sind.
So wird seit dem 3. Juli 2003 weiter nach A+ und A++ für besonders sparsame Geräte unterschieden, da sich gezeigt hat, dass es auch bei Geräten der A-Klasse erhebliche Verbrauchsunterschiede gibt. Besonders sparsame Geräte erhalten das Zeichen A++.Dass A sparsamer ist als B, gilt allerdings nur, wenn man Geräte gleicher Bauart vergleicht. Verglichen werden können zwar Kühlschränke mit (***)-Fächern untereinander, vergleicht man aber einen Kühlschrank mit (***)-Fach und einen ohne Sternefach, dann hilft das EURO-Label nicht viel weiter. Gleiches gilt für Gefrierschränke und Gefriertruhen. Bei Waschmaschinen gibt es ein dreifaches A-G-EURO-Label: für den Energieverbrauch, die Waschwirkung und für die Schleuderleistung. Der Wasserverbrauch wird allerdings nicht klassifiziert, sondern lediglich in Liter angegeben. Die Angaben stehen für das Waschprogramm „Buntwäsche 60 °C“. Gute Geräte sollten natürlich weniger
Energie brauchen und sauber waschen. Eine gute Schleuderleistung ist wichtig, wenn Wäsche im Trockner getrocknet wird, da sie den Stromverbrauch fürs Trocknen senkt.
Bei Wäschetrocknern unterscheidet das EURO-Label zwischen Abluft- und Kondensationstrocknern. Ablufttrockner blasen die feuchte Luft über einen Schlauch nach draußen, Kondensationstrockner lassen die feuchte Luft an kalten Flächen kondensieren und sammeln sie in einem Behälter. Allerdings brauchen Kondensationstrockner etwas mehr Strom: Normale Abluft- oder Kondensationstrockner erreichen derzeit nur Energieeffizienzklassen C oder schlechter. Ein A haben nur wenige Trockner mit neuartigen Techniken wie Gasbeheizung, Wärmepumpe oder mit reinem Kaltluftbetrieb.
Bei Waschtrocknern (das sind Waschmaschinen, die auch trocknen) bewertet das EURO-Label die Energieeffizienz anhand des Gesamtstromverbrauchs für Wachen und Trocknen mit A-G und daneben die Waschwirkung mit A-G. Der bei vielen Geräten recht hohe Gesamt-Wasserverbrauch für das Waschen und für die mittels Wasserkühlung erfolgende Kondenstrocknung wird dagegen nur in Litern angegeben. Auf den Wasserverbrauch muss man daher gesondert achten. Der Verbrauch an Kühlwasser kann für das Trocknen von 5 kg Wäsche zwischen 20 und 90 Liter liegen.
Bei Spülmaschinen sind EURO-Label seit Herbst 1999 Pflicht. Sie enthalten separate A-G-Werte für die Energieeffizienz, für die Reinigungswirkung und für die Trocknungswirkung. Auch hier wird der Wasserverbrauch nicht mit A-G bewertet, sondern in Litern angegeben. Hierbei können sich die Hersteller, anders als bei Waschmaschinen, das deklarierte Spülprogramm frei aussuchen, müssen es jedoch angeben. Deswegen heißt es auch hier, neben der Energieeffizienz immer auch auf die gute Reinigungswirkung zu achten.
Neben der Leistungsaufnahme der Geräte ist deren energiebewusste Nutzung für den Gesamtstromverbrauch entscheidend. Abhängig von der Anzahl der Personen pro Haushalt ergaben sich im Jahr 2000 geringere Stromverbrauchswerte als in den Vorjahren (siehe Abbildung 2).
 Durchschnittlicher Jahres-Stromverbrauch ausgewählter Elektrohaushaltsgeräte nach Haushaltsgrößenklassen 2000 (Quelle: VDEW – Verband der Elektrizitätswirtschaft)
- Vor dem Kauf eines elektrischen Haushaltsgerätes ist grundsätzlich die Notwendigkeit der Anschaffung zu überdenken.
- Beim Kauf sollte der Energieverbrauch der zur Auswahl stehenden Geräte verglichen und die Produktinformation (gelbes Etikett) der Hersteller sowie die Energiekennzahlen aus Veröffentlichungen unabhängiger Prüfinstitute verglichen werden.
Der Stromverbrauch im Haushalt kann durch die Verwendung marktbester Geräte und durch energiebewussten Gebrauch um rund 25 bis 35 % gesenkt werden.
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